Ab 1912 als Ausflugslokal, Restauration und Hotel vom Architekten (und Presbyter der Ev. Gemeinde Frechen) Emil Schreiterer erbaut, wurde es schnell mit seinen weithin sichtbaren Säulen zum berühmten Fotomotiv. Es wurde nach gut 15 Jahren Restaurationsbetrieb 1929 zum Kauf angeboten: der recht vermögende Bergwerksbesitzer Vietor Rolff, auch Presbyter in Frechen, verhandelt mit großem Geschick mit den Eigentümern des Gebäudes und kann den Kaufpreis für den großen Komplex samt Parkanlage auf 115.000 RM - heute etwa 650.000 Euro - herunterhandeln. (Ein zunächst geplanter Neubau einer Kirche hätte weitaus mehr gekostet!) Einen Teil der Summe schenkt er der Gemeinde, ein großer Teil wird als Anleihe bei Gerling aufgenommen, der Rest kommt vom Oberkirchenrat in Düsseldorf und von einem Hauskollektenfonds der Gemeinde.
Nun stellt sich das Problem, einen Tanzsaal in einen ev. Kirchensaal zu verwandeln; zwischen Juni und Oktober 1930 gelingt dieses Kunststück den Architekten Müller und Fritsche aus Wuppertal. Die bisherige Bühne wird zum Altarbereich mit Taufbecken, die Nebenräume und die Bierschwemme zu späterem Blauen Saal, Sakristei usw.