Ökumene

Vorgeschichte

OekumeneIn den 80er Jahren und dann wieder während des Golfkrieges gab es ökumenische Friedensgebete in unseren Kirchen.
Im Februar 1988 fand die erste großegemeinschaftliche „Aktion“ statt: Aussiedler aus Ost-Europa mussten von heute auf morgen in Sammelunterkünften in unserem Stadtteil untergebracht und betreut werden. Das leer stehende Rathaus bot sich als Quartier an und brachte uns auf die Idee, später daraus ein Bürgerzentrum zu machen. Diesem Antrag wurde leider nicht statt gegeben, aber die Basis für eine zukünftige gemeinsame Arbeit war gelegt.
Die Motivation zur Festschreibung der Gemeinsamkeit in Form einer Partnerschaftsvereinbarung entstand aus dem Erstaunen, der Freude und der Dankbarkeit: ob bei konfessionsverbundenen Paaren oder beim gemeinsamen Auftreten in der Öffentlichkeit zu verschiedenen kirchlichen Veranstaltungen. Die Basis hierfür war bereits bei den vielfachen gemeinsamen Veranstaltungen (Exerzitien im Alltag, Bibelseminare, Meditation) gelegt. Wir wollten den Geist der gewachsenen
Struktur in Köln-Weiden sichtbar und verbindlich machen.
Anfang 2005 wurde in einer gemeinsamen Sitzung (Pfarrgemeinderat und Presbyterium) der Arbeitskreis ins Leben gerufen. Er bestand aus 5 Personen, die die Vereinbarung ausgearbeitet und dem ev. Stadtkirchenverband und dem erzbischöflichen Generalvikariat zur Genehmigung vorgelegt haben.

Feierliche Unterzeichnung

Am 3.12.2006 erfolgte die feierliche Unterzeichnung der Vereinbarung in der Heilig-Geist-Kirche in Köln-Weiden. Unterschrieben wurde die Vereinbarung durch die Pfarrer(innen) und pastoralen Mitarbeiter beider Gemeinden und die Vertreter des Presbyteriums und des Pfarrgemeinderates. Anschließend hatten alle Gottesdienstbesucher die Gelegenheit, das Dokument zu signieren.
Die Partnerschaftsvereinbarung findet großen Anklang und wird gelebt. Als äußeres Zeichen wurde eine kleine Version des Kölner Ökumenekreuzes gekauft, das wechselseitig in die Kirchen gebracht und am Altar aufgestellt wird. Die Partnerschaftsvereinbarung in schriftlicher Form hängt in den irchenräumen und kann jederzeit nachgelesen werden. Außerdem wurde ein gemeinsamer ökumenischer Schaukasten errichtet.

Neue Frage – alte Ziele

Die Zukunft der Partnerschaftsvereinbarung ist momentan noch nicht geklärt. Durch Umstrukturierung des Pfarrgemeinderates sind zwei weitere Gemeinden dazugekommen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die neuen Gemeinden mit einzubinden. Die Zusammensetzung der zukünftigen Gremien muss noch geklärt werden.
Ziel ist, das bestehende Angebot zu bewahren und zu erweitern und junge Leute für die ökumenische Idee zu begeistern. In diesem Jahr stehen u. A. folgende gemeinsame Aktionen auf unserer Agenda: Exerzitien im Alltag, gemeinsame Fahrt zum Ökumenischen Kirchentag in München, ökumenische Stadtteilführung für neu Zugezogene.

R. Schiek,
K. Mischak-Struckmann,
Dr. S. Tiltmann-Fuchs